Warum ich mich nicht als Schamanin bezeichne
Gerade eben habe ich ein Live zu diesem Thema auf Instagram gemacht und ich habe das Gefühl, dass ich von meinen Beweggründen auch hier erzählen möchte.
Vor anderthalb Jahren sagte eine wunderbare Frau zu mir: »Veronika, wenn du eine schamanische Ausbildung anbieten würdest, würde ich sofort buchen und die Leute würden dir die Bude einrennen.«
Und ja… diese Worte begleiten mich seitdem und haben viele schöne Denkmomente ausgelöst.
Kurz zum »Bude einrennen.« Viele Menschen geben uns immer wieder gut gemeinte Rat-Schläge, ich mit Sicherheit auch. Und ich glaube aber, dass manches bewusst im eigenen Tempo geschieht, weil es für unser Sein und unser Entwicklungstempo so genau richtig ist. Wenn plötzlich 20 Menschen ein Wochenende von mir buchen würden, würde das meine Seele überfordern und ich glaube, dass in der feinen Art und Weise, wie ich arbeite – auch für Menschen, ich diesen Riesenraum gar nicht tragen könnte. Gar nicht tragen wollen möchte.
Für feine Menschen ist vielleicht ein langsames Wachstum genau das richtige Wachstum.
Zurück zum Thema »Schamanin«: eine meiner ersten Lehrerinnen hat an ihren Feuern immer wieder darauf hingewiesen, dass eine wirkliche Schamanin nie sagt, dass sie Schamanin ist.
Und die Demut, die damit verbunden ist, hat mich sehr berührt und ist immer noch eine meiner größten Lehrerinnen. Ist doch Frau Eitelkeit immer wieder eine nieder schwingende Freundin, die immer wieder an der Tür klopft. Und ich glaube, dass diese bis an unser Lebensende an die Tür klopft und wir mit ihr umgehen dürfen.
Das andere ist, dass ich glaube, dass dieses »Sich verstecken« aus einer sehr alten Angst entstanden ist. Und das ist ein Teil der s. g. »Hexenwunde«. Denn über eine sehr sehr lange Zeit war es lebensgefährlich, sich im eigenen Wirken zu zeigen. Also lieber verstecken. Darüber spreche ich selbstverständlich in meinem Seminar EIN TOR ZUR HEILUNG DER HEXENWUNDE.
Ich fühle jedoch, dass wir JETZT in einer Zeit leben, in der es über alle Maße wichtig ist, sich im Wirken zu zeigen. Mitzuwirken. Offen mitzugestalten.
Also Demut, Eitelkeit und das Sich Verstecken stecken für mich in dem Wort Schamanin. Aber das reicht nicht aus, um mich so zu nennen. Auch, da ich keine Schamaninnenausbildung genossen habe, keine schamanische Initiation bekommen habe. Und so kann und möchte ich auch keine schamanische Ausbildung anbieten. Ich möchte auch nicht initiieren. Das macht das Leben. Wir können dein Wachsen bezeugen, aber nicht verursachen.
Ein anderer Grund, warum dieses Wort für mich nicht infrage kommt, war das Buch »Das Rätsel der Schamanin« von Harald Meller und Kai Michel. Die beiden und viele viele Wissenschaftler*innen mit ihnen folgten weltweit den Spuren des Grabfundes in Bad Dürrenberg und dabei untersuchten sie auch den Begriff: Schamane/Schamanin. Der Begriff stammt aus der Kolonialisierungzeit. Er ist ein von den Besatzern erfundener Sammelbegriff für Wirkende.
Genauso wie der Begriff »Hexe«.
Begriffe, die ein Wirken mit weiter Wahrnehmung einschränken.
Und sowohl vor der Hexenverfolgung als auch vor der Inlandnahme Sibiriens gab es vielfältig magisch Wirkende. Die sich eben nicht unter einen Begriff labeln ließen.
Und das ist Leben.
Vielfalt.
Genau darum geht es mir auch in der AKADEMIE DER WIRKENDEN, der Ort an dem ich mein Wissen weitergebe.
Ich bilde nicht aus.
Ich biete an.
Räume. Räume in denen du auf höchste und beste Weise deiner ganz eigenen gestaltenden Magie begegnest.
Ich biete Räume der Freiheit. Und hoffe von ganzem Herzen, dass du für dich in meinen Räumen, Türe zu Gefühlen öffnest, die deinen mitgebrachten Zauber entfalten lassen. Auf deine Weise. In deinem Tempo. Mit deinen Worten.
Eines habe ich verstanden: wir sind hier, um unser volles Potenzial zu leben und ins Gewebe des Lebens zu geben.
Du verbindest schon jetzt auf so zauberhafte Weise alles, was du ins Leben zu geben hast. Und vielleicht musst du dich gar nicht Zauberin, sehende Weberin, Tonheilerin, Pflanzenwissende oder oder nennen. Vielleicht… und mit größter Wahrscheinlichkeit wirkst du alles Magische schon jetzt ins Leben in der Berufung in der du wirkst. Als Anwalt, als Hebamme, als Zahnarzthelferin, als …
Ich lade in meinen Räumen lediglich ein, die Sinne für Wahrnehmung zu verfeinern.
Damit du mit deinem heilsamen Ich-Raum den Wir-Raum beschenkst.
In diesem Sinne: mögest du weiter auf so besondere und deinige Weise, den eigenen Weg gehen.
Für das Leben.
Wenn du das Live sehen möchtest, dann folge dem Link zu Instagram HIER.